Die Marketing-Genossenschaft

Ein Kommunikationsdienstleister, der als Genossenschaft firmiert: Mit diesem Modell ist die Fürther Kosmopolis eG einzigartig in der Region Nürnberg. Der im Jahr 2011 gegründeten Genossenschaft gehören sechs Mitglieder an, die verschiedene Disziplinen wie Marketing, Grafik-Design, Text und Fotografie repräsentieren. Darüber hinaus arbeitet Kosmopolis mit zahlreichen weiteren regionalen Dienstleistern aus der Kommunikationsbranche zusammen. Dazu gehören beispielsweise Experten für Suchmaschinen-Optimierung, Filmemacher, Programmierer, Druckereien, Messebauer, PR-Experten und Werbeagenturen. Über dieses Netzwerk vereinige man die notwendigen Kompetenzen, um Unternehmen bei der Realisierung aller Marketing-Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette zu unterstützen, so Vorstandsvorsitzender Bernhard Lugert, der die eG zusammen mit Vorstand Frank-Daniel Beilker leitet.

Die Kosmopolis eG, die in diesem Jahr von Nürnberg in das Gewerbegebiet „Golfpark“ in Fürth-Atzenhof umgezogen ist, setzt den Schwerpunkt auf Marketing-Support für mittelständische Unternehmen. Man habe die Erfahrung gemacht, dass in vielen kleinen und mittleren Betrieben die personellen, fachlichen und zeitlichen Ressourcen fehlen, um Marketing-Maßnahmen wie Messe-Auftritte, Prospektgestaltung, Video-Produktion, Neugestaltung einer Homepage, Anzeigen-Konzepte usw. in eigener Regie durchzuführen. Hier setzt nach Worten Lugert die Kosmopolis eG an, die sich als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Unternehmen und der Vielzahl von Dienstleistern aus der Werbebranche verstehe. Die Genossenschaft übernimmt sowohl kleinere Aufträge als auch große Marketing-Projekte und kümmert sich um das gesamte Projektmanagement – von der Projektierung, Zeitplanung und Auswahl geeigneter Spezialisten über die Steuerung der einzelnen Gewerke bis zur Qualitätskontrolle.

Die Vorteile der Genossenschaft beschreiben die beiden Kosmopolis-Vorstände folgendermaßen: „Die Stärken und Vorteile von Selbstständigen, Einzelunternehmen und Kleinstunternehmen bündeln und die einzelnen Dienstleister je nach Kundenprojekt zielgerichtet einsetzen.“ Zudem biete die Genossenschaft die Möglichkeit, die Verbindung mit Geschäftspartnern zu stärken, die nicht gleich als Genossen aktiv werden wollen. Sie haben die Möglichkeit, investierendes Mitglied zu werden. Diese haben zwar kein Stimmrecht, können aber an den Generalversammlungen teilnehmen und erhalten abhängig vom Jahresergebnis eine Ausschüttung für ihre Geschäftsanteile. Die genossenschaftliche Struktur und die Möglichkeit der Teilhaberschaft tragen laut Lugert dazu bei, dass sich alle Beteiligten als Wertegemeinschaft fühlen und genossenschaftliche Prinzipien wie Partnerschaft, Vertrauen, Fairness und Verantwortung hochhalten.

Beitrag aus dem Wirtschaftsmagazin (WIM) der IHK Mittelfranken
Juli 2018

Foto: Kurt Fuchs