Selbstständige bündeln Know-how

Selbstständige bündeln Know-how

Eine neue Perspektive für Selbstständige mit Bestandskunden.

Die KOSMOPOLIS entstand 2011 aus einer Gruppe von Selbstständigen aus der Marketing- und Kommunikationsbranche. Jeder hat seine Erfahrungen während der Zeit als Freelancer gemacht und die Höhen und Tiefen erlebt. Extrem schwankendes Einkommen, mehr Leistungen für wenig Geld, Schwierigkeiten bei Neukundengewinnung, Gefahr der Scheinselbstständigkeit, Zukunftsängste mit steigendem Alter, Altersvorsorge, geringere Chance an komplexere Projekte zu kommen, etc.

Um diese Risiken abzufangen und das Know-how und die Erfahrungen der Selbstständigen für die Unternehmen besser zugänglich zu machen, gründete die Gruppe die kooperative Allianz in Form einer Genossenschaft.

Die KOSMOPOLIS bietet Selbstständigen eine Geschäftsgrundlage mit mehr persönlichen Sicherheiten. Jeder Selbstständige aus den Bereichen Marketing, Kommunikation und Design hat die Möglichkeit mit seinen Bestandskunden in die KOSMOPOLIS aufgenommen zu werden. Mit einem Anstellungsvertrag genießt er die Vorteile eines Angestellten. Ein fester Arbeitsplatz vor Ort und ein gemeinsam vereinbartes und geregeltes Einkommen, sorgt für Stabilität und Sicherheit. Darüber hinaus besteht die Chance einer Provision zum Einkommen. Das ist abhängig vom Erfolg. Das Entscheidende ist aber, dass er seine Bestandskunden weiterhin selbstständig betreut.

„Wir haben mit der kooperativen Allianz eine Alternative für Selbstständige geschaffen“, sagt Bernhard Lugert, einer der Gründer der KOSMOPOLIS und Geschäftsleiter. „Der Selbstständige arbeitet weiterhin eigenverantwortlich für seine Kunden in einer Festanstellung und genießt die Vorteilen eines Angestellten.“

Die KOSMOPOLIS schafft die Rahmenbedingungen und übernimmt die geschäftliche Verantwortung. Der Selbstständige steigt als Teilhaber in die Genossenschaft ein. Mit dem erworbenen Geschäftsanteil kann er am Unternehmen mitbestimmen und erhält zusätzlich eine jährliche Gewinnausschüttung. So ist er am Erfolg der Genossenschaft beteiligt.

Es gibt gute Gründe, die dafür sprechen!

Die Marketing-Genossenschaft

Die Marketing-Genossenschaft

Ein Kommunikationsdienstleister, der als Genossenschaft firmiert: Mit diesem Modell ist die Fürther Kosmopolis eG einzigartig in der Region Nürnberg. Der im Jahr 2011 gegründeten Genossenschaft gehören sechs Mitglieder an, die verschiedene Disziplinen wie Marketing, Grafik-Design, Text und Fotografie repräsentieren. Darüber hinaus arbeitet Kosmopolis mit zahlreichen weiteren regionalen Dienstleistern aus der Kommunikationsbranche zusammen. Dazu gehören beispielsweise Experten für Suchmaschinen-Optimierung, Filmemacher, Programmierer, Druckereien, Messebauer, PR-Experten und Werbeagenturen. Über dieses Netzwerk vereinige man die notwendigen Kompetenzen, um Unternehmen bei der Realisierung aller Marketing-Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette zu unterstützen, so Bernhard Lugert, der die eG zusammen mit Frank-Daniel Beilker leitet.

Die Kosmopolis eG, die in diesem Jahr von Nürnberg in das Gewerbegebiet „Golfpark“ in Fürth-Atzenhof umgezogen ist, setzt den Schwerpunkt auf Marketing-Support für mittelständische Unternehmen. Man habe die Erfahrung gemacht, dass in vielen kleinen und mittleren Betrieben die personellen, fachlichen und zeitlichen Ressourcen fehlen, um Marketing-Maßnahmen wie Messe-Auftritte, Prospektgestaltung, Video-Produktion, Neugestaltung einer Homepage, Anzeigen-Konzepte usw. in eigener Regie durchzuführen. Hier setzt nach Worten Lugert die Kosmopolis eG an, die sich als Schnittstelle zwischen dem jeweiligen Unternehmen und der Vielzahl von Dienstleistern aus der Werbebranche verstehe. Die Genossenschaft übernimmt sowohl kleinere Aufträge als auch große Marketing-Projekte und kümmert sich um das gesamte Projektmanagement – von der Projektierung, Zeitplanung und Auswahl geeigneter Spezialisten über die Steuerung der einzelnen Gewerke bis zur Qualitätskontrolle.

Die Vorteile der Genossenschaft beschreiben die beiden folgendermaßen: „Die Stärken und Vorteile von Selbstständigen, Einzelunternehmen und Kleinstunternehmen bündeln und die einzelnen Dienstleister je nach Kundenprojekt zielgerichtet einsetzen.“ Zudem biete die Genossenschaft die Möglichkeit, die Verbindung mit Geschäftspartnern zu stärken, die nicht gleich als Genossen aktiv werden wollen. Sie haben die Möglichkeit, investierendes Mitglied zu werden. Diese haben zwar kein Stimmrecht, können aber an den Generalversammlungen teilnehmen und erhalten abhängig vom Jahresergebnis eine Ausschüttung für ihre Geschäftsanteile. Die genossenschaftliche Struktur und die Möglichkeit der Teilhaberschaft tragen laut Lugert dazu bei, dass sich alle Beteiligten als Wertegemeinschaft fühlen und genossenschaftliche Prinzipien wie Partnerschaft, Vertrauen, Fairness und Verantwortung hochhalten.

Beitrag aus dem Wirtschaftsmagazin (WIM) der IHK Mittelfranken
Juli 2018

Foto: Kurt Fuchs

 

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